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Marke Eigenbau – Yongnuo YN-560 Mark III mit Stomversorgung über USB

Marke Eigenbau - Yongnuo YN-560 Mark III mit Stomversorgung über USB

Um meinen Yongnuo Blitz mit Dauerstrom (externe Stromversorgung) zu versorgen habe ich lange recherchiert, aber nichts konkretes gefunden. So wagte ich mich, selbst Hand anzulegen und habe mal schnell einen solchen Blitz zerlegt. Nach insgesamt gut zwei Stunden Arbeit habe ich nun einen voll funktionsfähigen Aufsteckblitz mit unendlich Energie. Ideal für meine Fotobox oder wer will auch, für Studioaufnahmen. Wer wissen will wie ich das gemacht habe, einfach weiterlesen…

Vorwort

Als erstes möchte ich erwähnen, dass ich keine Garantie oder Haftung für den Umbau übernehme. Der Blitz muss hierfür zerlegt werden und so erlischt auch die Garantie des Herstellers. Fehlfunktionen, Folgeschäden oder die Zerstörung durch falschen Umgang bleiben in der Verantwortung von Euch selbst! Kurz um, jeder ist für seinen Umbau und die daraus entstehenden Ergebnisse, egal welcher Art, selbst verantwortlich!

Was wird für den Umbau des Yongnuo Systemblitzes benötigt?

Bauteile:

Werkzeuge:

  • Lötkolben mit Lötzinn
  • Seitenschneider
  • Kleiner Kreuzschraubendreher
  • Multimeter

Lasst uns loslegen!

Als ersten Arbeitsschritt öffnen wir vorsichtig das Gehäuse des Blitzes. Hierfür lösen wir neben dem Blitzschuh vier kleine Schrauben und zwei weitere auf der Oberseite des Grundkörpers, wie auf dem Bild beschrieben.

Vorsichtig ziehen wir nun die Frontseite des Blitzes ab. Hierbei kann der Blitzkopf herausfallen. Darauf achten, dass die Zerlegung am besten auf einem Tisch passiert, damit keine Kabel abreißen.

Als nächsten Schritt entfernen wir das rote und schwarze Kabel an der Hauptplatine. Dieses gehen in Richtung des Batteriefachs, das nach dem Umbau nicht mehr benötigt wird, bzw. nicht mehr verwendet werden kann.

Um weiter vorgehen zu können, müssen wir das Ladekabel vorbereiten. Hierfür ist es notwendig einen 1 Ohm Widerstand mit 10W Verlustleistung in den Stromkreislauf einzubringen. Hierfür löten wir das eine Ende des Widerstandes an den Pluspol des Ladekabels (Pinbelegung für ein USB-Kabel findet Ihr hier, ggf. durchmessen mit einem Multimeter). An das andere Ende löten wir ein Stück Kabel mit einem Quadratmillimeter Querschnitt mit gut 10 cm Länge. Der Widerstand wird beim Ladevorgangs etwas heiß, darum am besten im leeren Akkufach des Blitzes verstauen und wie bei mir (leider etwas schlampig) die Klappe etwas ausschneiden.

Warum der Widerstand? Da der Blitz über einen Kondensator vorgeladen wird, wird der Stromversorgung einiges Aberverlangt. Die normal dafür vorgesehen Akkus haben damit kein Problem. Netzteile in kompakter Bauweise leider schon. Um den Ladestrom zu begrenzen und das Netzteil zu schonen kommt dieser Widerstand ins Spiel. Soviel zum Hintergrundwissen!

Jetzt geht’s ans Eingemachte! Nun führen wir das Ladekabel durch den Batterieschacht des Blitzes in das Innere und verbinden wie auf dem Bild mittels Löten die Kabel mit der Hauptlatine des Yongnuos (Auf richtige Polung achten!!!)

Soweit, so gut! Nach dem Anbringen der Kabel kann der Blitz nun wieder zusammengebaut und verschraubt werden. Ich selbst habe noch eine Öffnung in den Batteriedeckel geschnitten, um das Kabel durchzuführen. Das muss jeder selbst wissen. Dieser lässt sich auch Abschrauben… (Für meinen Umbau habe ich zwei 2-Ohm-Widerstände mit je 5W verwendet, da ich zu dem Zeitpunkt keine anderen Bauteile hatte, parallel verschalten, aber das gleiche Ergebnis).

Jetzt noch Ladekabel ins Ladegerät und ab in die Steckdose. Blitz an und losfotografieren! Da die Stromausbeute des Ladegeräts wie erwähnt begrenzt werden musste, sind auch die Ladezeiten des Blitzes etwas länger geworden.

Hier meine Erfahrungswerte im Überblick:

1/8 Leistung – 2 Sek Aufladezeit

¼ Leistung – 4 -5 Sek. Aufladezeit

1/1 Leistung – ca. 10 Sek. Aufladezeit

Ich würde sagen, akzeptabel mit der Erkenntnis, dass ich selten auf voller Leistung damit arbeite!

Über die Langlebigkeit des Widerstandes und des Ladegeräts kann ich noch nicht viel sagen, aber die letzten drei Einsätze hat der Aufbau alles einwandfrei überstanden.

Viel Erfolg beim nachbauen!

Grüße Markus


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2 Responses

  1. Hallo Pascal,

    der Blitz lebt nun seit mehr als 4 Monaten und funktioniert ohne Probleme in meiner Fotobox. Er hat mit diesem Umbau schon mehrere tausend Auslösungen hinter sich und alles ist in Ordnung. Der Widerstand dient dazu, um den Kondensator im Blitz langsamer aufzuladen, da ansonsten das USB-Netzteil überbelastet wird. Wenn du ohne Widerstand arbeitest, wird das Netzteil aussetzen, egal ob 2A oder mehr. Die Stromaufnahme ist definitiv zu hoch. Habe ich ausprobiert 😉

    Eine Sicherung ist eher unnötig, da das Netzteil bei Überbelastung abschaltet. Zumindest, das, welches ich im Artikel verlinkt habe 😉

    Gruß Markus

  2. Hi mich würde interessieren wie lange der Blitz nach diesem umbau noch überlebt hat?
    Im Internet lese ich immer wieder das die Blitze förmlich abrauchen.
    Kannst du erklären für was du den 1 Ohm 10 Watt widerstand benötigst, erklärt sich mir gerade nicht, dieser stellt doch nur einen weiteren Verbraucher dar, oder?

    Habe mir einen 500 EX gekauft und will diesen ebenfalls gern umbauen, hätte ihn allerdings nur an ein 2A Netzteil angeschlossen um sicher zu gehen das nix durchbrennt. Außerdem bin ich am überlegen ob ich da nicht lieber noch eine 2,5A Sicherung einbauen soll.

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